Neues von Italien vs. Getty und Hecht
Eindrücke aus Italien
Aus der New York Times war zu entnehmen, dass im Prozess Italien gegen Getty Museum / Marion True und Robert Hecht der Antuquitätenhändler Robert Hecht schwere Vorwürfe gegen die Ermittler und das Gericht anbrachte. Insbesondere wies er dauaruf hin, dass nach seiner Ansicht auch die Auktionshäuser wie Sotheby's in den Prozess miteinbezogen werden müssten, da er dort z.T. die Kunstobjekte mit gutem Gewissen erwarb. Auch brachte sein Anwalt vor, dass einige Vorwürfe nicht haltbar seien. So wären Kunstwerke, die in einem Schweizer Warenhaus (Zollfreilager) gefunden wurden und mit "v. Hecht" gemarkt waren, nicht nur als Objekte einzuordnen, die "via Hecht" stammen könnten, also über Hecht erworben wurden, sondern es müsse auch die Möglichkeit miteinbezogen werden, dass dieses Kürzel einfach nur besichtigt von Hecht (visited Hecht) bedeuten könnte. Dies müsse auch berücksichtigt werden.
Dieser Prozess ist aus kunstrechtlicher Sicht von großem Interesse. Nicht nur der tatsächliche Weg ist nachzuvollziehen, sondern gerade die rechtlichen Gegebenheiten der einzelnen Länder sind zu beachten, das internationale Recht sowie die Kollisionsvorschriften von enormer Bedeutung. Das zu fällende Urteil wird auch außenpolitisch in den Beziehungen zwischen Amerika und Italien Auswirkungen besitzen. Man darf gespannt sein.


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